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Potenzieller gesellschaftlicher Nutzen durch zunehmende Fahrzeugautomatisierung

Christian Rösener, Jan Sauerbier, Adrian Zlocki, Lutz Eckstein, Friederike Hennecke, Дирк Кемпер, Markus Oeser

Year
2019
Citations
5

Abstract

Im vorliegenden Forschungsvorhaben wird der potenzielle gesellschaftliche Nutzen durch die zunehmende Fahrzeugautomatisierung untersucht. Dazu werden primar die Potenziale hinsichtlich der Verkehrssicherheit und in einem weiteren Schritt die Potenziale zur Steigerung der Verkehrseffizienz und zur Anderung des Energiebedarfs analysiert. Dabei werden vom Stau-Chauffeur bis zum Urbanen Roboter-Taxi insgesamt funf verschiedene Fahrfunktionen bei vier verschiedenen Marktdurchdringungsszenarien (5 %, 25 %, 50 %, 100 %) analysiert. Um die Potenziale der Fahrzeugautomatisierung hinsichtlich der Verkehrssicherheit zu ermitteln, wird nach der Bestimmung der Wirkfelder der jeweiligen Fahrfunktionen eine zweiteilige Methode angewendet. Diese berucksichtigt neben der Bestimmung der Anderung der Unfallschwere durch Unfallresimulationen auch die Anderung der Auftretenshaufigkeit der Szenarien. Da automatisierte Fahrzeuge im Gegensatz zu Systemen der aktiven Sicherheit kontinuierlich arbeiten, ist es wahrscheinlich, dass bestimmte Unfallszenarien (z. B. Auffahrszenarien) durch automatisierte Fahrfunktionen nicht mehr so haufig hervorgerufen werden. Die durch automatisierte Fahrzeuge induzierte Anderung der Auftretenshaufigkeiten verschiedener Szenarien wird mit einer Verkehrssimulation ermittelt. Mittels einer Hochrechnungsmethodik werden die Simulationsergebnisse auf das gesamte Bundesgebiet skaliert. Dabei zeigt sich, dass z. B. durch den Autobahn-Chauffeur bei einer Durchdringungsrate von 50 % rund 30 % aller Unfalle mit Personenschaden auf deutschen Autobahnen verhindert werden konnen. Dies entspricht ca. 2 % aller Unfalle mit Personenschaden auf deutschen Strasen. Zur Abschatzung der Potenziale hinsichtlich des Energiebedarfs wird die Anderung des streckenbezogenen Energiebedarfs der Fahrzeuge induziert durch automatisiertes Fahren untersucht. Die Betrachtung findet ebenfalls unter Nutzung von Verkehrssimulationen statt.

Keywords

GynecologyPolitical scienceChemistryMedicine

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