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SURGICAL

Digitale Informationsverarbeitung - Bedeutung für die Chirurgie

J. Ansorg

Year
2003
Citations
2

Abstract

Bedingt durch ihre enorme Innovationskraft hat die Informationstechnologie in den vergangenen Jahren nicht nur die administrativen Bereiche der chirurgischen Arbeit, sondern das chirurgische Handwerk selbst erfasst. So können heute Operationen am Computer simuliert und geplant sowie digitalisierte Befunde während der Operation abgerufen werden. Roboter führen Instrumente und können bei klarer Zieldefinition Teile eines Eingriffs selbstständig ausführen. Die vielfältigen Entwicklungen werfen jedoch auch Fragen hinsichtlich der Effektivität auf, deren Beantwortungen die Grenzen einer flächendeckenden Verbreitung der Computer Assisted Surgery (CAS) aufzeigen. Große Bedeutung hat die Informationstechnologie in den vergangenen Jahren für die medizinische Dokumentation und die leistungsgerechte Abrechnung erlangt. Die vom Gesetzgeber geforderte Umstellung auf die pauschalierte Abrechnung nach Diagnoses Related Groups (DRGs) ist ohne effiziente elektronische Dokumentation und Verschlüsselung nicht denkbar. Das ergonomische Verhalten und die Anpassungsfähigkeit an klinikinterne Arbeitsabläufe werden die Qualität von Klinikinformationssystemen entscheidend bestimmen, da sie nicht nur die leistungsgerechte Abrechnung sicherstellen, sondern den klinisch tätigen Chirurgen wirksam bei der Bewältigung administrativer Aufgaben unterstützen und entlasten sollen. Durch die zunehmende Arbeitsverdichtung und den immanenten Personalmangel kann eine stringente und zielorientierte chirurgische Weiter- und Fortbildung heute nur noch in der Zusammenarbeit von klinischem Leiter und Krankenhausträger gewährleistet werden. Zunehmend setzt sich das Bewusstsein durch, dass die Herausforderungen der Zukunft nur mit gut ausgebildetem und motiviertem ärztlichen Personal zu meistern sind. Die chirurgische Weiter- und Fortbildung gewinnt in diesem Zusammenhang nicht nur für die Karriere des einzelnen Chirurgen, sondern für eine qualifizierte Patientenversorgung und das Fortbestehen des Krankenhauses an Bedeutung, wobei die Nachfrage nach integrierten Konzepten wächst. Diese müssen zeit- und ergebnisorientiert vom Berufsverband und den wissenschaftlichen Fachgesellschaften entwickelt und kontinuierlich fortgeschrieben werden. Digitale Weiterbildungsangebote wie electronic Learning (eLearning) und blended Learning (bLearning) werden feste Bestandteile dieser neuen Weiterbildungskonzepte sein.

Keywords

GynecologyMedicine

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