Robotik in der Viszeralchirurgie
Carsten N. Gutt, Michael Reiter, Jörg Köninger, Arash Choudhry, Arianeb Mehrabi, Markus W. Büchler
- Year
- 2005
- Citations
- 3
Abstract
Roboter bzw. Telemanipulatoren gehören zu den modernsten Systemen in der minimal invasiven Chirurgie. Telemanipulatoren wurden ursprünglich entwickelt, um aufwendige Anastomosetechniken, besonders in der Herzchirurgie, endoskopisch durchführen zu können. Durch die enorme Beweglichkeit der Instrumente und die exzellente dreidimensionale Visualisierung des Operationsfelds erweitern sie jedoch auch die technischen Möglichkeiten der laparoskopischen Chirurgie. In der Viszeralchirurgie werden ausschließlich so genannte Telemanipulatoren verwendet, die keine autonomen Bewegungen durchführen, sondern nur die vorgegebene Bewegung des Chirurgen übertragen. Nur ein einziges Telemanipulatorsystem (da Vinci1, Intuitive Surgical, Sunnyvale, CA, USA) hat sich weltweit in der klinischen Routine durchsetzen können. An einzelnen Zentren werden mit dieser Technik neben laparoskopischen heute auch thorakoskopische bzw. mediastinoskopische Eingriffe von unterschiedlichen chirurgischen Disziplinen durchgeführt. Diese Form der so genannten roboterassistierten Chirurgie erscheint für eine Reihe endoskopischer Eingriffe sicher durchführbar. Allerdings konnte in der Viszeralchirurgie bei immer noch sehr dürftiger Studienlage für die Patienten bisher kein signifikanter Vorteil im Vergleich zur konventionellen laparoskopischen Technik gezeigt werden.
Keywords
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