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Professionalisierung lebensweltlicher Krisen durch Technik?

Michaela Pfadenhauer, Christoph Dukat

Year
2016
Citations
6
Access
Open access

Abstract

Vor dem Hintergrund unseres Interesses an sozio-technischen Pflege-Arrangements untersuchen wir, wie „sozial assistive“ Roboter in der stationären Altenpflege bzw. -betreuung und hier insbesondere bei demenziell erkrankten Personen eingesetzt wird. Die empirische Basis bildet eine ethnographische Langzeitforschung in einem Altenpflegezentrum, in dem aktuell zwei Exemplare des von uns untersuchten Roboters zum Einsatz kommen. Eingesetzt werden sie hier ausschließlich von „zusätzlichen Betreuungskräften“ nach § 87b Abs. 3 SGB XI. In der Annahme, dass es die gesellschaftliche Konstruktion einer Krise ist, die einen Professionalisierungsprozess ins Rollen bringt, beschäftigt uns die Frage, welche Bedeutung Technik – nicht im Verstande von Handlungs- oder Kulturtechnik, sondern von Sachtechnik – im Rahmen einer solchen Entwicklung zukommen könnte. Der Einsatz von Robotern bei der Betreuung demenziell erkrankter Personen und ihre (instrumentelle) Handhabung durch das Betreuungspersonal lassen sowohl spezifische Formen der Krisenkonstruktion als auch besondere Formen kompetenter Krisenbewältigungsstrategien erkennen. Beide Aspekte zeigen Professionalisierungspotentiale an.

Keywords

Political scienceGynecologyHumanitiesArtMedicine

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